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Am Sonntag, 29. April 2018, findet erneut ein Antifaschistischer Stadtrundgang der AIHD/iL statt, diesmal zum Thema „Studentenverbindungen in Heidelberg“. Der Rundgang führt zu Schauplätzen verbindungsstudentischer Geschichte in der Heidelberger Altstadt, beleuchtet Ursprünge und Entwicklung der reaktionären Studentenverbindungen und thematisiert deren Verflechtungen mit der rechten Szene. Die Veranstaltung soll damit auch über die Hintergründe des jährlichen Antifa-Straßenfests am 30. April informieren, das als Reaktion auf die burschenschaftlichen Umtriebe in der Stadt entstand.

Der Stadtrundgang am 29. April beginnt um 14 Uhr auf dem Heidelberger Uniplatz (am Brunnen).


In Deutschland geht ein tiefer Riss durch die (ohnehin nicht solidarische oder gar befreite) Gesellschaft – das ist nicht zu leugnen. Fast 13 % aller Wähler*innen haben bei der Bundestagswahl 2017 die AfD gewählt – eine Partei, die kaum verhohlen faschistische Positionen vertritt und nun unter GroKo zur größten Oppositionspartei der so genannten Berliner Republik geworden ist. Bei den Nichtwähler*innen dürfte der Anteil extrem rechter Weltbilder kaum anders aussehen. Und selbst die blumigsten Schönredner*innen können nicht leugnen, dass die Grundlagen, die dem Großteil der Bevölkerung noch vor 20 Jahren eine gewisse „soziale Sicherheit“ garantiert hatten, derzeit zunehmend zerstört werden.

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Am 12. April ist wieder Café Alerta, das monatliche Offene Treffen der AIHD/iL. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt). Diesmal gibt es gleich drei Themen, denen wir uns widmen wollen:

Zunächst gibt es einen Input zu den Aktionen in Solidarität mit Afrin und zu den Protesten gegen den Angriffskrieg der Türkei auf die kurdischen Gebiete. Im Mittelpunkt steht dabei die breite Bündnisdemonstration am 14. April in Mannheim (13.00 Uhr am Schloss), die wir als AIHD/iL unterstützen.

Außerdem wollen wir in einem Rückblick eine Einschätzung der Nazi-Aufmärsche in Kandel seit Anfang des Jahres geben und die antifaschistischen Proteste dagegen reflektieren.

Und schließlich steht am 30. April das jährliche Antifa-Straßenfest bevor, das wir gemeinsam vorbereiten wollen: denn es gibt viele Möglichkeiten, dort vor Ort selbst aktiv zu werden und eigene Ideen einzubringen sowie die Vorbereitungen und die Abläufe am Abend selbst zu unterstützen.

Und wie immer ist Raum für weitere Themen, die spontan eingebracht werden, für Diskussionen und Termine. Kommt vorbei!

Am Vorabend des internationalen Arbeiter*innen-Kampftags findet das inzwischen 21. Antifaschistische Straßenfest unter dem Motto „Zusammen kämpfen – zusammen feiern“ auf dem Uniplatz in Heidelberg statt.

An diesem Abend wird der öffentliche Raum der Altstadt traditionell mit link(sradikal)en Inhalten besetzt. Ab 18 Uhr gibt es neben zahlreichen Infoständen politischer Gruppen, Redebeiträgen zu aktuellen Themen und dem Polit-Quiz weitere Aktionen.

Selbstverständlich kommt beim Fest auch die antifaschistische Kultur nicht zu kurz.
Als Live-Acts konnten für dieses Jahr gewonnen werden:
KOTWORT (Streetpunk) und
LENA STÖHRFAKTOR und DAS RATTENKABINETT (HipHop und Co.)

Die Besucher*innen werden auch dieses Jahr wieder mit ausreichend Essen und Getränken versorgt.

Im Anschluss an das Straßenfest wird traditionell auf dem Heidelberger Marktplatz der 1. Mai mit proletarischem und antifaschistischem Liedgut begrüßt.

strassenfest_2016_flyer Am 30.04. findet das nun schon 19. Antifaschistisches Straßenfest auf dem Heidelberger Uniplatz statt.

Dieses Jahr steht das Straßenfest unter dem Motto Solidarität mit dem kurdischen Widerstand

Beginn ist 18 Uhr, Neben Redebeiträgen, zahlreichen Ständen einem Agit-Prop-Theater und dem dem alljährlichen Polit-Quiz, gibt es Live-Musik von Autonomal (Zecken-Rap aus Mainz) und Analog Ruins (riot-grrrl-post-melodic-punk-wave aus Bremen).

Der Aufruf:
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Fang den Hut
Seit 125 Jahren wird der 1. Mai als historischer Arbeiter*innenkampftag weltweit genutzt, um die Anliegen emanzipatorischer, linker Bestrebungen und die Forderung nach revolutionären Umgestaltungen unterdrückerischer und ausbeuterischer Kapitalverwertungsgesellschaften mit Massenstreiks und -demonstrationen in der ganzen Welt auf die Straße zu tragen. Doch gerade in Heidelberg wurde der Vorabend des 1. Mai traditionell von rechten Burschenschaften missbraucht, die ihre reaktionäre Weltanschauung mit dem so genannten Maiansingen öffentlich zelebrierten.

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Straßenfest15

1992 revisited
Erinnert sich eigentlich noch jemand an 1992? Die selben, die kurz zuvor noch gerufen hatten: „Die Mauer muss weg!“, forderten nun schärfere Grenzkontrollen, Abschiebungen und den Kampf gegen die Invasion der „Hungerleider“. Aus „Wir sind das Volk“ wurde sehr schnell „Wir sind ein Volk“ und daraus wiederum „Deutschland den Deutschen“. Brandsätze und Pogrome gegen Flüchtlingsheime wie in Hoyerswerda oder Mannheim-Schönau folgten. Bei den massivsten rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen trat Norbert Weidner als „Pressesprecher“ der Nazis vor die Kameras. Weidner war V-Mann des Verfassungsschutzes und machte später als Sprecher der völkischen „Deutschen Burschenschaft“ Furore.

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