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Am 12. Juli 2018 widmet das Café Alerta, das monatliche Offene Treffen der AIHD/iL, der Urteilsverkündung im NSU-Prozess am Vortag. Im Anschluss an den Input gibt es viel Raum für Diskussion, für andere antifaschistische Themen und Aktionsplanungen sowie für Termine.

Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2).

„NSU – Ein Gericht kämpft gegen die Aufklärung“

Der NSU-Prozess geht seinem Ende entgegen. Das Versprechen Merkels, es werde eine lückenlose Aufklärung geben, hätte nicht grotesker gebrochen werden können. Übrig bleibt nichts als eine makabere Soap-Opera über drei ausgeflippte Neonazis. Die Opfer bekommen weiterhin keine Stimme, das weitverzweigte Nazinetzwerk bleibt ebenso unangetastet wie die offensichtliche Verwicklung von „Verfassungsschutz“ und anderen Staatsorganen in die Mordserie. Wir wollen an diesem Abend eine erste Zwischenbilanz ziehen und gemeinsam überlegen, was der Ausgang des Prozesses für uns bedeutet und wie wir gegen das allgemeine Vertuschen intervenieren können.

5 Jahre NSU-Prozess – Kein Schlussstrich: Auf zur Großdemo in München!

Es ist soweit: Am 11.07.2018 ist TAG X – das Ende des Münchner NSU-Prozesses.
Doch auch nach fünf Jahren Verhandlung hat es keine umfassende Aufklärung gegeben, noch immer wird rechte Gewalt verharmlost, noch immer darf sich der Verfassungsschutz als Beschützer inszenieren, noch immer hat diese Gesellschaft Rassismus nicht überwunden.

Deshalb gehen wir am ersten Tag nach der Urteilsverkündung in München auf die Straße. Die IL Rhein-Neckar organisiert einen Sonderbus, der pünktlich zur Großdemonstration ankommt und am Abend wieder zurückfährt. Abfahrt ist um 9.15 Uhr am JUZ Mannheim.

Kosten: ~30 € normal, 20 € ermäßigt, 40 € Soli
Meldet Euch bei Interesse unter info@il-rhein-neckar.de

Beim nächsten Café Alerta am 14. Juni 2018 wollen wir einen Blick über den Tellerrand werfen, gemeinsam die Dokumentation “The Antifascists” anschauen und anschließend darüber diskutieren. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck in der Fischergasse 2 (HD-Altstadt).

„The Antifascists“ ist eine Doku über den Rechtsruck in Europa und über die Menschen, die sich den Nazis in den Weg stellen. Wer sind „die“ Antifaschist*innen und was ist Antifaschismus? Diesen Fragen wird anhand bestimmter Ereignisse der letzten Jahre in Griechenland und Schweden nachgegangen. Der Film zeigt den Aufstieg der faschistischen Partei „Goldene Morgenröte“, die für zahlreiche Morde in Griechenland verantwortlich ist, er behandelt den Mordanschlag auf den linken Fußballfan Showan Shattak in Malmø und lässt den inhaftierten Antifaschisten Joel zu Wort kommen.

„The Antifascists“ beleuchtet die Motivation und die Arbeit antifaschistischer Gruppen und hält die Zuschauer dazu an, gängige Vorstellungen vom Antifaschismus zu hinterfragen Der Film verfügt leider nur über englische Untertitel, aber bei Bedarf können wir eine Flüster-Dolmetsch-Ecke anbieten.

Außerdem gibt es wie immer Infos zu anstehenden Aktionen und spannende Polit-Termine sowie Raum für Diskussion zu sonstigen Themen.

Am Sonntag, 13. Mai 2018, veranstalten wir gemeinsam mit dem AK Kritische Geographie einen Stadtrundgang zum Thema „Freiraumkämpfe in Heidelberg“, um einen inzwischen weitgehend vergessenen Bereich linker Geschichte in Erinnerung zu rufen:

Ende der 1980er Jahre kam es auch in Heidelberg zu Häuserkämpfen mit verschiedenen Besetzungen, aus denen 1991 das Autonome Zentrum (AZ) in Bergheim hervorging. Bis zur Räumung 1999 stellte dieser nichtkommerzielle und selbstverwaltete Freiraum einen Mittelpunkt linker Politik und gegenkultureller Veranstaltungen dar, der auf ganz Süddeutschland ausstrahlte. Die Kampagnen für den Erhalt des AZ und später – nach dem Abriss des Gebäudes – für ein neues selbstverwaltetes Zentrum prägten über viele Jahre die politischen Diskussionen in der Stadt. Der Stadtrundgang bewegt sich auf den Spuren dieser Freiraumkämpfe und sucht markante Orte der Auseinandersetzungen auf.

Beginn des Freiraumkämpfe-Stadtrundgangs am 13. Mai ist um 16.30 Uhr am Theaterplatz.

Für alle, die mehr über das AZ Heidelberg erfahren wollen, wird am 25. Mai ein Film über das AZ aus dem Jahr 1998 gezeigt (Beginn ist um 20 Uhr im Café Gegendruck, Fischergasse 2).

Proletarier aller Länder vereinigt Euch! – Diese deutliche Parole aus dem kommunistischen Manifest war lange Zeit wegweisend für kommunistische wie auch viele anarchistische Bewegungen. Doch schon bald geriet die Definition des revolutionären Subjekts an ihre Grenzen: Es gab Streit über die Bedeutung der Bauern, feministische Bewegungen konnten erkämpfen, dass das Patriachat als eigenständiges Unterdrückungsverhältnis neben dem Kapitalismus anerkannt wird, antirassistische Stimmen wiesen ihrerseits auf den virulenten Rassismus hin und die Entwicklung des deutschen Faschismus veranlasste die Frankfurter Schule dazu die Suche nach dem revolutionären Subjekt neu zu beginnen, sodass der Klassenkampf in weiten Teilen der deutschen Linken anderen Auseinandersetzungen weichen musste. In postmodernen akademischen Kreise gilt der Klassenbegriff sogar schon als altbacken und überholt. Innerhalb der radikalen Linken setzt sich jedoch immer mehr die Erkenntnis durch, dass sowohl Produktions- und Eigentumsverhältnisse, als auch Arbeitskämpfe in der politischen Praxis wieder mehr Bedeutung zugesprochen werden sollte. Häufig wird dabei der Begriff Neue Klassenpolitik verwendet. Wir wollen uns mit Grundlagen der (neuen) Klassenpolitik beschäftigen gemeinsam diskutieren, wie Klassenkampf im Jahr des 200. Geburtstag von Karl Marx auszusehen hat.

Donnerstag, 10.05.18
19:30 Uhr
Café Gegendruck

Am Sonntag, 29. April 2018, findet erneut ein Antifaschistischer Stadtrundgang der AIHD/iL statt, diesmal zum Thema „Studentenverbindungen in Heidelberg“. Der Rundgang führt zu Schauplätzen verbindungsstudentischer Geschichte in der Heidelberger Altstadt, beleuchtet Ursprünge und Entwicklung der reaktionären Studentenverbindungen und thematisiert deren Verflechtungen mit der rechten Szene. Die Veranstaltung soll damit auch über die Hintergründe des jährlichen Antifa-Straßenfests am 30. April informieren, das als Reaktion auf die burschenschaftlichen Umtriebe in der Stadt entstand.

Der Stadtrundgang am 29. April beginnt um 14 Uhr auf dem Heidelberger Uniplatz (am Brunnen).


In Deutschland geht ein tiefer Riss durch die (ohnehin nicht solidarische oder gar befreite) Gesellschaft – das ist nicht zu leugnen. Fast 13 % aller Wähler*innen haben bei der Bundestagswahl 2017 die AfD gewählt – eine Partei, die kaum verhohlen faschistische Positionen vertritt und nun unter GroKo zur größten Oppositionspartei der so genannten Berliner Republik geworden ist. Bei den Nichtwähler*innen dürfte der Anteil extrem rechter Weltbilder kaum anders aussehen. Und selbst die blumigsten Schönredner*innen können nicht leugnen, dass die Grundlagen, die dem Großteil der Bevölkerung noch vor 20 Jahren eine gewisse „soziale Sicherheit“ garantiert hatten, derzeit zunehmend zerstört werden.

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Für Samstag, den 7. April 2018 wurden erneut antifaschistische Proteste gegen die Nazi-Umtriebe in Kandel organisiert, doch diesmal stellte sich die Staatsmacht noch klarer schützend vor die braunen Horden, als dies schon in den vergangenen Monaten der Fall gewesen war: schon im Vorfeld hatte das zuständige Ordnungsamt Germersheim mehrere antifaschistische Kundgebungen und Mahnwachen verboten (vgl. Beitrag auf Kommunalinfo), um den Rechten die Straße freizuhalten.
Am 7. April selbst starteten dann die Cops einen weiteren Frontalangriff auf die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, indem sie einen aus Karlsruhe kommenden Zug mit Nazigegner*innen anhielten, mit brutaler Gewalt stürmten und alle Fahrgäste über drei Stunden hinweg kontrollierten.

Die AIHD/iL veröffentlichte zu diesem Repressionsschlag eine Pressemitteilung:

Polizei versucht, angemeldete und legale Proteste gegen den Naziaufmarsch in Kandel zu verhindern – Bundespolizei stürmt Nahverkehrszug mit massiver Gewalt.

Die Polizei hat am Samstag, den 7. April über 150 Menschen daran gehindert, zu Protesten gegen den rechten Aufmarsch in Kandel zu fahren. Dort hatten sich erneut hunderte von Rechten aller Richtungen – von der Führungsriege der NPD über die FunktionärInnen der AfD, neonazistischer Kameradschaften und der völkischen „Identitären Bewegung“ – zu einem Aufmarsch zusammengefunden.
In Wörth – etliche Kilometer vor Kandel – stoppte die Polizei den Zug, in dem sich viele vollkommen friedliche antifaschistische Demonstrant*innen befanden. Eine große Anzahl von Polizeifahrzeugen und ein Polizeihubschrauber waren dort schon im Vorhinein zusammengezogen worden.
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Am 12. April ist wieder Café Alerta, das monatliche Offene Treffen der AIHD/iL. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt). Diesmal gibt es gleich drei Themen, denen wir uns widmen wollen:

Zunächst gibt es einen Input zu den Aktionen in Solidarität mit Afrin und zu den Protesten gegen den Angriffskrieg der Türkei auf die kurdischen Gebiete. Im Mittelpunkt steht dabei die breite Bündnisdemonstration am 14. April in Mannheim (13.00 Uhr am Schloss), die wir als AIHD/iL unterstützen.

Außerdem wollen wir in einem Rückblick eine Einschätzung der Nazi-Aufmärsche in Kandel seit Anfang des Jahres geben und die antifaschistischen Proteste dagegen reflektieren.

Und schließlich steht am 30. April das jährliche Antifa-Straßenfest bevor, das wir gemeinsam vorbereiten wollen: denn es gibt viele Möglichkeiten, dort vor Ort selbst aktiv zu werden und eigene Ideen einzubringen sowie die Vorbereitungen und die Abläufe am Abend selbst zu unterstützen.

Und wie immer ist Raum für weitere Themen, die spontan eingebracht werden, für Diskussionen und Termine. Kommt vorbei!

Am Vorabend des internationalen Arbeiter*innen-Kampftags findet das inzwischen 21. Antifaschistische Straßenfest unter dem Motto „Zusammen kämpfen – zusammen feiern“ auf dem Uniplatz in Heidelberg statt.

An diesem Abend wird der öffentliche Raum der Altstadt traditionell mit link(sradikal)en Inhalten besetzt. Ab 18 Uhr gibt es neben zahlreichen Infoständen politischer Gruppen, Redebeiträgen zu aktuellen Themen und dem Polit-Quiz weitere Aktionen.

Selbstverständlich kommt beim Fest auch die antifaschistische Kultur nicht zu kurz.
Als Live-Acts konnten für dieses Jahr gewonnen werden:
KOTWORT (Streetpunk) und
LENA STÖHRFAKTOR und DAS RATTENKABINETT (HipHop und Co.)

Die Besucher*innen werden auch dieses Jahr wieder mit ausreichend Essen und Getränken versorgt.

Im Anschluss an das Straßenfest wird traditionell auf dem Heidelberger Marktplatz der 1. Mai mit proletarischem und antifaschistischem Liedgut begrüßt.