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Am Sonntag, 13. Mai 2018, veranstalten wir gemeinsam mit dem AK Kritische Geographie einen Stadtrundgang zum Thema „Freiraumkämpfe in Heidelberg“, um einen inzwischen weitgehend vergessenen Bereich linker Geschichte in Erinnerung zu rufen:

Ende der 1980er Jahre kam es auch in Heidelberg zu Häuserkämpfen mit verschiedenen Besetzungen, aus denen 1991 das Autonome Zentrum (AZ) in Bergheim hervorging. Bis zur Räumung 1999 stellte dieser nichtkommerzielle und selbstverwaltete Freiraum einen Mittelpunkt linker Politik und gegenkultureller Veranstaltungen dar, der auf ganz Süddeutschland ausstrahlte. Die Kampagnen für den Erhalt des AZ und später – nach dem Abriss des Gebäudes – für ein neues selbstverwaltetes Zentrum prägten über viele Jahre die politischen Diskussionen in der Stadt. Der Stadtrundgang bewegt sich auf den Spuren dieser Freiraumkämpfe und sucht markante Orte der Auseinandersetzungen auf.

Beginn des Freiraumkämpfe-Stadtrundgangs am 13. Mai ist um 16.30 Uhr am Theaterplatz.

Für alle, die mehr über das AZ Heidelberg erfahren wollen, wird am 25. Mai ein Film über das AZ aus dem Jahr 1998 gezeigt (Beginn ist um 20 Uhr im Café Gegendruck, Fischergasse 2).

Proletarier aller Länder vereinigt Euch! – Diese deutliche Parole aus dem kommunistischen Manifest war lange Zeit wegweisend für kommunistische wie auch viele anarchistische Bewegungen. Doch schon bald geriet die Definition des revolutionären Subjekts an ihre Grenzen: Es gab Streit über die Bedeutung der Bauern, feministische Bewegungen konnten erkämpfen, dass das Patriachat als eigenständiges Unterdrückungsverhältnis neben dem Kapitalismus anerkannt wird, antirassistische Stimmen wiesen ihrerseits auf den virulenten Rassismus hin und die Entwicklung des deutschen Faschismus veranlasste die Frankfurter Schule dazu die Suche nach dem revolutionären Subjekt neu zu beginnen, sodass der Klassenkampf in weiten Teilen der deutschen Linken anderen Auseinandersetzungen weichen musste. In postmodernen akademischen Kreise gilt der Klassenbegriff sogar schon als altbacken und überholt. Innerhalb der radikalen Linken setzt sich jedoch immer mehr die Erkenntnis durch, dass sowohl Produktions- und Eigentumsverhältnisse, als auch Arbeitskämpfe in der politischen Praxis wieder mehr Bedeutung zugesprochen werden sollte. Häufig wird dabei der Begriff Neue Klassenpolitik verwendet. Wir wollen uns mit Grundlagen der (neuen) Klassenpolitik beschäftigen gemeinsam diskutieren, wie Klassenkampf im Jahr des 200. Geburtstag von Karl Marx auszusehen hat.

Donnerstag, 10.05.18
19:30 Uhr
Café Gegendruck

Am Sonntag, 29. April 2018, findet erneut ein Antifaschistischer Stadtrundgang der AIHD/iL statt, diesmal zum Thema „Studentenverbindungen in Heidelberg“. Der Rundgang führt zu Schauplätzen verbindungsstudentischer Geschichte in der Heidelberger Altstadt, beleuchtet Ursprünge und Entwicklung der reaktionären Studentenverbindungen und thematisiert deren Verflechtungen mit der rechten Szene. Die Veranstaltung soll damit auch über die Hintergründe des jährlichen Antifa-Straßenfests am 30. April informieren, das als Reaktion auf die burschenschaftlichen Umtriebe in der Stadt entstand.

Der Stadtrundgang am 29. April beginnt um 14 Uhr auf dem Heidelberger Uniplatz (am Brunnen).

Burschenschaft Normannia zu Heidelberg
Geschichte und Politik einer faschistischen Kaderschmiede

An der Geschichte und Politik der Burschenschaft Normannia lässt sich bis zum heutigen Tag exemplarisch die Rolle rechter Studentenverbindungen für die faschistische Bewegung aufzeigen. Zwar ist die Normannia mit ihrem offenen Auftreten als völkisch-rassistische Gruppierung innerhalb der Heidelberger Verbindungslandschaft immer noch eine Ausnahmeerscheinung. Sie ist aber in die korporierte „Szene“ bestens integriert. Es herrscht reger Austausch mit anderen Verbindungen; im „Heidelberger Waffenring“ werden die Normannen von allen anderen schlagenden Verbindungen als „verehrte Waffenbrüder“ hofiert. Auch das rechtsnationale Milieu, das die Studentenverbindungen prägt, ist keineswegs eine Spezialität der Normannia. AfD-Funktionäre gibt es auch in den anderen Korporationen (von katholischen Verbindungen bis hin zu den Corps) zu Hauf. Die Heidelberger Verbindungshäuser fungieren nach wie vor als Lesezirkel der neurechten „Jungen Freiheit“ und als Nachwuchsreservoir der völkischen „Identitären Bewegung“. Insofern ist die Normannia Heidelberg einerseits die Spitze des Eisbergs, kann aber durchaus für sich in Anspruch nehmen, stilprägend für das Verbindungsmilieu insgesamt zu sein.
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In Deutschland geht ein tiefer Riss durch die (ohnehin nicht solidarische oder gar befreite) Gesellschaft – das ist nicht zu leugnen. Fast 13 % aller Wähler*innen haben bei der Bundestagswahl 2017 die AfD gewählt – eine Partei, die kaum verhohlen faschistische Positionen vertritt und nun unter GroKo zur größten Oppositionspartei der so genannten Berliner Republik geworden ist. Bei den Nichtwähler*innen dürfte der Anteil extrem rechter Weltbilder kaum anders aussehen. Und selbst die blumigsten Schönredner*innen können nicht leugnen, dass die Grundlagen, die dem Großteil der Bevölkerung noch vor 20 Jahren eine gewisse „soziale Sicherheit“ garantiert hatten, derzeit zunehmend zerstört werden.

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Am Vorabend des internationalen Arbeiter*innen-Kampftags findet das inzwischen 21. Antifaschistische Straßenfest unter dem Motto „Zusammen kämpfen – zusammen feiern“ auf dem Uniplatz in Heidelberg statt.

An diesem Abend wird der öffentliche Raum der Altstadt traditionell mit link(sradikal)en Inhalten besetzt. Ab 18 Uhr gibt es neben zahlreichen Infoständen politischer Gruppen, Redebeiträgen zu aktuellen Themen und dem Polit-Quiz weitere Aktionen.

Selbstverständlich kommt beim Fest auch die antifaschistische Kultur nicht zu kurz.
Als Live-Acts konnten für dieses Jahr gewonnen werden:
KOTWORT (Streetpunk) und
LENA STÖHRFAKTOR und DAS RATTENKABINETT (HipHop und Co.)

Die Besucher*innen werden auch dieses Jahr wieder mit ausreichend Essen und Getränken versorgt.

Im Anschluss an das Straßenfest wird traditionell auf dem Heidelberger Marktplatz der 1. Mai mit proletarischem und antifaschistischem Liedgut begrüßt.

Für den 23. März rufen wir zu einer Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Bücherverbrennung 1933: Dichter und Dichterinnen mahnen“ in der Poststraße (an der Stadtbücherei) auf. Beginn ist um 17.00 Uhr.

Vor 85 Jahren leiteten die Nazis mit ihren Bücherverbrennungen zwölf Jahre des Terrors, des Massenmordes, des totalen Krieges und der Entmenschlichung ein. Heute stellt die Stadtbücherei Heidelberg ihre Räume den völkischen HetzerInnen der AfD zur Verfügung und erteilt Antifaschist*innen Hausverbote.

Wir halten dagegen mit Texten und Liedern antifaschistischer Schriftsteller*innen, deren Werke von den Nazis verbrannt wurden.

Es wirken mit: Bernd Köhler (Musiker, ewo2), Marion Tauschwitz (Schriftstellerin), Michael Csaszkóczy (Lieder zur Theorbe), Paul Brands (Schauspieler und Regisseur), Antifaschistische Initiative Heidelberg, Queerfeministisches Kollektiv und viele andere.

Nun ist es sicher: die Stadtbücherei stellt am 23. März 2018 erneut ihre Räume – und zwar ausgerechnet den nach der von den Nazis verfolgten Dichterin Hilde Domin benannten Saal – für die rechte Hetze der AfD zur Verfügung. Dazu veröffentlichte die AIHD/iL am 10. März die folgende Presseerklärung.

Stadtbücherei richtet erneut AfD-Veranstaltung aus

Die AfD Heidelberg veranstaltet am Freitag, den 23. März 2018, erneut eine Werbeveranstaltung in der Stadtbücherei. Die letzten beiden Wahlveranstaltungen der AfD hatten für heftige Auseinandersetzungen in der Stadt gesorgt. Die AfD hatte zunächst im Mai 2017 unter Vorgabe falscher Tatsachen versucht, eine öffentliche Versammlung spontan in eine private Veranstaltung „umzuwidmen“. Die folgende Propagandaveranstaltung im September endete dank antifaschistischer Proteste in einem Eklat.
Um so erstaunlicher ist es, dass die Stadtbücherei nun erneut eine rechtsradikale Hetzveranstaltung beherbergt – diesmal ausdrücklich mit dem Hinweis „nur für Mitglieder und Förderer der AfD“. Öffentlich gemacht wurde der Termin am heutigen Samstag, intern jedoch schon vorher beworben. (mehr …)

Heraus zum Frauen*kampftag! Am 8. März gibt es in Heidelberg nicht nur eine Demo zum Internationalen Frauen*kampftag (Auftakt ist um 16 Uhr am Bismarckplatz), sondern auch das Café Alerta mit einem feministischen Schwerpunkt. Diesmal werden beim monatlichen Offenen Treffen der AIHD/iL die Biografie und die feministische Arbeit von Clara Zetkin vorgestellt. Viele ihrer zentralen Ideen haben bis heute nichts an Aktualität verloren.
Außerdem informieren wir euch über die Aktivitäten rund um den 18. März, den Tag der politischen Gefangenen, der übrigens ebenfalls von Clara Zetkin als Vorsitzender der damaligen Roten Hilfe mit geprägt wurde.
Im Anschluss wollen wir uns in verschiedenen Diskussionsgruppen mit der Planung der anstehenden Aktionen beschäftigen.
Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck, Fischergasse 2, HD-Altstadt.

Rise up for Afrin!

Die kurdischen Freund*innen von NAV-DEM haben für den morgigen Donnerstag eine Kundgebung/Demo in Heidelberg angekündigt, die im Rahmen der bundesweiten Aktionstag unter dem Motto „Rise up for Afrin!“ steht.
Beginn ist um 17 Uhr am Heidelberger Hauptbahnhof.

Aktualisierungen werden auf dem facebook-Account von NAV-DEM bekanntgegeben.