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club_alerta_logo-kleinAm Donnerstag, 8.12.2016 findet wieder das Café Alerta, das monatliche Offene Treffen der AIHD/iL, statt. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck. Der Input widmet sich diesmal dem Thema Studentenverbindungen:

Corps, Burschenschaften, Sängerschaften, Turnerschaften, Landsmannschaften und und und – da kennt sich ja keine Sau mehr aus. Was ist denn nun was? Fest steht: Studentenverbindungen gehören zu Heidelberg wie der Arsch auf den Eimer. Ihr Image schwankt zwischen Nazi-Kaderschmieden und leicht rückwärtsgewandten, aber harmlosen Traditionsvereinen. An diesem Abend wollen wir einen Blick auf die Heidelberger studentischen Korporationen werfen. Auf das, was ihnen gemeinsam ist und das, was sie unterscheidet, auf ihre Verstrickungen mit der Politik der extremen Rechten, ihre Traditionen und darauf, wie so ein verbindungsstudentischer Männerbund überaupt funktioniert. Verbindungsstudenten müssen leider draußen bleiben. (Sorry, liebe Stauffen, ihr müsst woanders saufen.) Aber keine Sorge, wir machen bald wieder woanders Veranstaltungen, zu denen ihr auch kommen dürft…

Burschenschaften auflösen

Am Mittwoch, den 20.05., beabsichtigt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Reinhard Löffler, vor der Rechtsaußen-Burschenschaft Normannia in Heidelberg auf deren Haus einen Vortrag zu halten. Die Burschenschaft Normannia ist die einzige Heidelberger Burschenschaft, die noch Mitglied im völkisch-deutschnationalen Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) geblieben ist. Selbst die Verfassungsschutzbehörden, die stets bemüht waren, der „Deutschen Burschenschaft“ Persilscheine auszustellen, kommen mittlerweile nicht umhin, in mehreren Bundesländern Mitgliedsbünde der DB unter Beobachtung zu stellen. (mehr …)

Fang den Hut
Seit 125 Jahren wird der 1. Mai als historischer Arbeiter*innenkampftag weltweit genutzt, um die Anliegen emanzipatorischer, linker Bestrebungen und die Forderung nach revolutionären Umgestaltungen unterdrückerischer und ausbeuterischer Kapitalverwertungsgesellschaften mit Massenstreiks und -demonstrationen in der ganzen Welt auf die Straße zu tragen. Doch gerade in Heidelberg wurde der Vorabend des 1. Mai traditionell von rechten Burschenschaften missbraucht, die ihre reaktionäre Weltanschauung mit dem so genannten Maiansingen öffentlich zelebrierten.

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Straßenfest15

1992 revisited
Erinnert sich eigentlich noch jemand an 1992? Die selben, die kurz zuvor noch gerufen hatten: „Die Mauer muss weg!“, forderten nun schärfere Grenzkontrollen, Abschiebungen und den Kampf gegen die Invasion der „Hungerleider“. Aus „Wir sind das Volk“ wurde sehr schnell „Wir sind ein Volk“ und daraus wiederum „Deutschland den Deutschen“. Brandsätze und Pogrome gegen Flüchtlingsheime wie in Hoyerswerda oder Mannheim-Schönau folgten. Bei den massivsten rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen trat Norbert Weidner als „Pressesprecher“ der Nazis vor die Kameras. Weidner war V-Mann des Verfassungsschutzes und machte später als Sprecher der völkischen „Deutschen Burschenschaft“ Furore.

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