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Burschenschaft Normannia zu Heidelberg
Geschichte und Politik einer faschistischen Kaderschmiede

An der Geschichte und Politik der Burschenschaft Normannia lässt sich bis zum heutigen Tag exemplarisch die Rolle rechter Studentenverbindungen für die faschistische Bewegung aufzeigen. Zwar ist die Normannia mit ihrem offenen Auftreten als völkisch-rassistische Gruppierung innerhalb der Heidelberger Verbindungslandschaft immer noch eine Ausnahmeerscheinung. Sie ist aber in die korporierte „Szene“ bestens integriert. Es herrscht reger Austausch mit anderen Verbindungen; im „Heidelberger Waffenring“ werden die Normannen von allen anderen schlagenden Verbindungen als „verehrte Waffenbrüder“ hofiert. Auch das rechtsnationale Milieu, das die Studentenverbindungen prägt, ist keineswegs eine Spezialität der Normannia. AfD-Funktionäre gibt es auch in den anderen Korporationen (von katholischen Verbindungen bis hin zu den Corps) zu Hauf. Die Heidelberger Verbindungshäuser fungieren nach wie vor als Lesezirkel der neurechten „Jungen Freiheit“ und als Nachwuchsreservoir der völkischen „Identitären Bewegung“. Insofern ist die Normannia Heidelberg einerseits die Spitze des Eisbergs, kann aber durchaus für sich in Anspruch nehmen, stilprägend für das Verbindungsmilieu insgesamt zu sein.
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Burschenschaften auflösen

Am Mittwoch, den 20.05., beabsichtigt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Reinhard Löffler, vor der Rechtsaußen-Burschenschaft Normannia in Heidelberg auf deren Haus einen Vortrag zu halten. Die Burschenschaft Normannia ist die einzige Heidelberger Burschenschaft, die noch Mitglied im völkisch-deutschnationalen Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) geblieben ist. Selbst die Verfassungsschutzbehörden, die stets bemüht waren, der „Deutschen Burschenschaft“ Persilscheine auszustellen, kommen mittlerweile nicht umhin, in mehreren Bundesländern Mitgliedsbünde der DB unter Beobachtung zu stellen. (mehr …)