[Heidelberg] Die Geschichte des 30. April in Heidelberg

Fang den Hut
Seit 125 Jahren wird der 1. Mai als historischer Arbeiter*innenkampftag weltweit genutzt, um die Anliegen emanzipatorischer, linker Bestrebungen und die Forderung nach revolutionären Umgestaltungen unterdrückerischer und ausbeuterischer Kapitalverwertungsgesellschaften mit Massenstreiks und -demonstrationen in der ganzen Welt auf die Straße zu tragen. Doch gerade in Heidelberg wurde der Vorabend des 1. Mai traditionell von rechten Burschenschaften missbraucht, die ihre reaktionäre Weltanschauung mit dem so genannten Maiansingen öffentlich zelebrierten.

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Gegen den rassistischen Normalzustand – Kein Mensch ist illegal!

Straßenfest15

1992 revisited
Erinnert sich eigentlich noch jemand an 1992? Die selben, die kurz zuvor noch gerufen hatten: „Die Mauer muss weg!“, forderten nun schärfere Grenzkontrollen, Abschiebungen und den Kampf gegen die Invasion der „Hungerleider“. Aus „Wir sind das Volk“ wurde sehr schnell „Wir sind ein Volk“ und daraus wiederum „Deutschland den Deutschen“. Brandsätze und Pogrome gegen Flüchtlingsheime wie in Hoyerswerda oder Mannheim-Schönau folgten. Bei den massivsten rassistischen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen trat Norbert Weidner als „Pressesprecher“ der Nazis vor die Kameras. Weidner war V-Mann des Verfassungsschutzes und machte später als Sprecher der völkischen „Deutschen Burschenschaft“ Furore.

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