7.8.: Antifa Siempre mit Input zur Repression gegen die Ulm5

Am 7. August 2026 ist wieder Antifa Siempre! Der offene Infoabend der Antifaschistischen Initiative Heidelberg startet diesmal mit einem Input zur Repression gegen die Ulm5. Danach gibt es weitere Informationen rund um antifaschistische Arbeit und zu den anstehenden Terminen. Beginn ist wie immer um 20.00 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).

Seit dem 27. April 2026 findet im Hochsicherheitsgericht im Knast Stuttgart-Stammheim der Prozess gegen die Ulm 5 statt. Den palästinasolidarischen Aktivist*innen Daniel, Zo, Crow, Vi und Leandra wird vorgeworfen, Anfang September 2025 eine Aktion gegen den israelischen Waffenkonzern Elbit Systems in Ulm durchgeführt zu haben. Seither sitzen sie unter unmenschlichen Bedingungen in Untersuchungshaft und sind mit der absurden Anklage konfrontiert, eine „kriminelle Vereinigung“ nach §129 gebildet zu haben. Der Input gibt einen Überblick über die Hintergründe und den aktuellen Prozess gegen die Ulm 5.

Das Antifa Siempre ist der regelmäßige öffentliche Infoabend der Antifaschistischen Initiative Heidelberg. Er findet jeden ersten Freitag im Monat um 20 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2) statt. Das Antifa Siempre soll einen Ort für antifaschistische Vernetzung und Austausch für Einzelpersonen und Gruppen schaffen: Nach einem inhaltlichen Input ist Raum für Diskussionen zu aktuellen Themen. Bei kühlen Getränken lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen und wollen miteinander ins Gespräch kommen.

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27.7.: Fantifa mit feministischem Literaturaustausch

Am Montag, 27. Juli 2026 ist wieder Fantifa, das FLINTA*-only- Treffen im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt). Gemeinsam wollen wir uns zu feministischer Literatur und anderen Medien austauschen und uns mit einem veganen Bring and share-Buffet stärken. Beginn ist erst um 19:30 Uhr – diesen Monat etwas später wegen der Proteste gegen die Sozialreformen. – FLINTA*-only –

Der Kampf gegen patriarchale Gesellschaftsformen blickt auf jahrhundertelange Geschichte zurück und wurde dabei in all seinen Facetten in verschiedensten Medien festgehalten. So können über Raum und Zeit hinweg Ideen und Inspiration miteinander geteilt werden. Daher möchten wir uns diesen Monat treffen, um über unsere und eure Lieblingswerke mit feministischem Anspruch ins Gespräch zu kommen! Bringt also gerne ein Buch, ein Zine, oder ein anderes Medium eurer Wahl mit, welches ihr besonders inspirierend, interessant, oder einfach witzig fandet. Dazu gibt es wieder ein veganes Bring-and-Share-Buffet, nach welchem wir unsere mitgebrachten Werke kurz Vorstellen und darüber austauschen. Ob mit oder ohne Snacks, als Bücherwurm oder als neugieriges Wesen, kommt vorbei um den ersten Tag der Woche emanzipatorisch ausklingen zu lassen! Wir fangen dieses Mal eine halbe Stunde später an, um auf Teilnehmende an den Protesten gegen die Sozialreformen zu warten.

**Fantifa – jeden vierten Montag um Monat! Mit dem FLINTA*-only Abend wollen wir die eigenständige Vernetzung von Frauen, Lesben, inter, non binary, trans und agender Personen in linken Räumen stärken. Das Fantifa ist, was wir draus machen, also bring dich mir Ideen ein! Ob bei politischem Austausch, mitgebrachten veganem Essen oder einem guren Film und anschließendem gemütlichen Austausch bei leckeren Getränken: Wir FLINTA* nehmen und den Raum!

Das Akronym Fantifa stammt aus den 1980ern und steht für Frauen Antifa oder feministische Antifa. Die Fantifa bildete sich als Reaktion auf sexistische Macker-Strukturen innerhalb der Antifa-Gruppen. Da diese nach wie vor nicht überwunden sind, knüpfen wir mit unserem FLINTA*-only Abend an diese Tradition an.

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Wieder rechtes Treffen in Gaststätte „Tominac“: Clubabend der rechtslibertären Hayek-Gesellschaft

Im Dezember 2025 haben wir veröffentlicht, dass die AfD Heidelberg die Gaststätte „Tominac“(Dossenheimer Landstraße 151, Heidelberg) als Veranstaltungsort für ihre „Stammtische“ nutzt. Aus Sorge vor antifaschistischem Protest bewirbt die AfD in Heidelberg ihre halböffentlichen Veranstaltungen nicht frei und der Ort war bis dato geheim.

Nun war das „Tominac“ am 14.07.2026 erneut Gastgeber eines rechtes Treffens,des Hayek-Clubs Heidelberg/Mannheim, ein Club der Hayek-Gesellschaft: Die „Hayek-Gesellschaft“ fördere und verbreite nach ihren Statuten die „wirtschafts-, rechts- und gesellschaftswissenschaftliche[…] Forschung und Erkenntnis im Geiste Friedrich A. von Hayeks“. Friedrich A. von Hayek war ein österreichischer rechtslibertärer und neoliberaler Kapitalist. Er lehnte staatliche Eingriffe in den Markt ab und erhielt für seine Theorien dazu 1984 den Hanns-Martin-Schleyer-Preis. Seine Schriften waren immer wieder ideologische Rechtfertigungspamphlete von Ungerechtigkeit und er behauptete unter anderem, der Nationalsozialismus sei eine Weiterentwicklung des Sozialismus gewesen. Er beriet die britische Premierministerin Margaret Thatcher, als diese von 1979 bis 1990 die Steuern für Reiche senkte und stattdessen zusätzliche Forderungen von Armen erhob, Sozialleistungen strich und Gewerkschaften zerschlug. Hayeks ökonomische Thesen wurden in den 1980er-Jahren unter anderem vom Diktator Augusto Pinochet angewendet. Mit Pinochet, unter dessen Herrschaft mehrere tausende Menschen gefoltert, ermordet und verschwinden gelassen wurden, stand Hayek auch in persönlichem Austausch und schrieb Verteidigungen seines Regimes. Der Ökonom Joseph Schumpeter kommentierte Hayeks Werk, dessen Libertarismus sei nur Sklavenhaltern zu empfehlen. Die Apartheid in Südafrika verteidigte Hayek ebenfalls und schrieb, die „Totalität [müsse] standhalten […] gegen ruinöse Forderungen globalisierter Moralvorstellungen“. Dementsprechend ist es nicht überraschend, dass Beatrix von Storch und viele weitere AfDler*innen (Alice Weidel bis 2021 ebenfalls) Mitglied der Gesellschaft sind.

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3.7.: Antifa Siempre zu Militarisierung in der BRD und Widerstand dagegen

Am 3. Juli 2026 ist das nächste Antifa Siempre – der offene Infoabend der AIHD. Los geht’s um 20.00 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).

Beim Antifa Siempre wollen wir uns dieses Mal mit der Militarisierung der BRD und dem antimilitaristischen Kampf dagegen auseinandersetzen. Dabei wollen wir über die Wehrpflicht, die Aufrüstung der Bundeswehr und die sogenannte „Zeitenwende“ sprechen. Zudem wollen wir Widerstandsoptionen speziell gegen die Wehrpflicht eröffnen und diskutieren.
Das Antifa Siempre! will einen Ort für antifaschistische Vernetzung und Austausch für Einzelpersonen und Gruppen schaffen: Nach einem inhaltlichen Input ist Raum für Diskussionen zu aktuellen Themen und bevorstehenden Veranstaltungen. Bei kühlen Getränken lassen wir den Abend gemeinsam ausklingen und wollen miteinander ins Gespräch kommen.

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23.6.: Rechtshilfeabend „Was tun wenn’s brennt“ mit der Roten Hilfe HD/MA

Gemeinsam mit der Roten Hilfe Heidelberg/Mannheim veranstalten wir am 23. Juni 2026 den Rechtshilfeworkshop „Was tun wenn’s brennt?“ Beginn ist um 19 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).
Die Rote Hilfe Heidelberg/Mannheim informiert in ihrem Rechtshilfe-Vortrag über das beste Verhalten bei Festnahmen und anderen unerfreulichen Begegnungen mit den Repressionsbehörden.
Ob als Auffrischung vor Widersetzen oder für die nächste Demo – es muss nicht sein, dass es ein unschönes Zusammentreffen mit der Polizei gibt, aber auf allen linken Versammlungen, die Kritik am System üben, kann es mit den Wächter*innen dieses Systems dazu kommen. Für diesen Fall ist es besser, Bescheid zu wissen.
Widersetzen Heidelberg ist auch mit dabei! Vor Ort könnt ihr Bustickets kaufen, um mit nach Erfurt zu fahren!

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22.6.: Fantifa mit feministischem Kurzfilmabend

Am 22. Juni 2026 gibt es beim Fantifa einen feministischen Kurzfilmabend. Los geht’s um 19 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt) in angenehm kühlen Räumen. Das Fantifa ist FLINTA*-only.

Gemeinsam möchten wir eine Auswahl an Kurzfilmen mit feministischem Anspruch schauen und uns jeweils im Anschluss dazu austauschen. Daneben gibt es wieder ein veganes Bring and Share Buffet.
Also, ob mit oder ohne Snacks, ob mit oder ohne Diskussionswillen – komm vorbei, um den Montag entspannt emanzipatorisch ausklingen zu lassen!

**Fantifa – jeden vierten Montag im Monat! Mit dem FLINTA* only-Abend wollen wir die eigenständige Vernetzung von Frauen, Lesben, inter, non binary, trans und agender Personen in linken Räumen stärken. Das Fantifa ist, was wir draus machen, also bring dich und deine Ideen ein!
Ob bei politischem Austausch, mitgebrachtem veganen Essen oder einem guten Film und anschließendem gemütlichen Austausch bei leckeren Getränken: wir FLINTA* nehmen uns Raum!
Das Akronym Fantifa stammt aus den 1980ern und steht für Frauen Antifa oder feministische Antifa. Die Fantifa bildete sich als Reaktion auf sexistische Macker-Strukturen innerhalb von Antifa-Gruppen. Da diese nach wie vor nicht überwunden sind, knüpfen wir mit unserem FLINTA* only-Abend an diese Tradition an.

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Soldaten sind Mörder – Veteranen auch!

„Veterans, Family & Friends“: was klingt wie eine schlechte Sitcom des US-Kriegsministeriums ist das Motto des zweiten Veteranentags. Der 15. Juni ist seit dem Bundestagsbeschluss im Jahre 2024 der nationale Veteranentag – ein Tag, um „unsere Helden“ zu ehren und das „Band zwischen ihnen und der Gesellschaft“[1] zu stärken. Dieser Tag ist ein Produkt der kriegstreiberischen „Zeitenwende“, um die Militarisierung der Gesellschaft weiter voranzutreiben.

Seit der Ausrufung der „Zeitenwende“ durch die Ampelregierung sind die Schulbesuche, die Camps und die Werbeveranstaltungen auf Jobmessen der Bundeswehr in die Höhe geschnellt. Es wurde die Wehrpflicht über sogenannte Erfassungsbögen durch die Hintertür wieder eingeführt und die Städte und Bahnhöfe sind voll mit der Werbung dieser unheilvollen Mördertruppe. 

Da dies den Herrschenden als Eingriff in unser Leben aber nicht reichte, wurde diese ekelhafte Ehrung jener, die sich freiwillig mit ihrem Leben an den imperialistischen Kriegen der BRD beteiligten eingeführt. So sollen Soldaten und deren mörderische Taten als Teil unseres Lebens etabliert werden und schon Kinder, die von ihren Eltern zu diesen Veranstaltungen geschleppt werden, möglichst früh indoktriniert werden. Dazu war zum Beispiel letztes Jahr in Mannheim beim ersten Veterantentag ein Truppentransporter der Bundeswehr zur Bespaßung der Kinder da. Diese durften dann als besonderes Angebot zur Nachwuchswerbung von einem Soldaten darin im Kreise gefahren werden. Zudem soll damit der „Heldenmythos“ der Kämpfer:innen für Deutschland gestärkt werden und die so vermittelte soziale Anerkennung soll noch mehr Jugendliche in die Hände der Nachfolgeorganisation der Wehrmacht treiben.

Unsere Antwort ist klar, wir werden ihre Kriege und Kriegstreiberei sabotieren und uns wehren, denn für uns gilt:

Kein Mensch, kein Cent der Bundeswehr!

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Nachbericht zur Demo „Free Maja!“ am 13.6.

Am Samstag, 13. Juni 2026 haben wir uns in Heidelberg die Straße genommen, um unter dem Motto „Free Maja! Free all Antifas!“ gegen die Verfolgung von Antifaschist*innen zu protestieren. Im Mittelpunkt der Demonstration stand die Situation von Maja, einer nicht binären antifaschistischen Person aus Jena, die von den deutschen Behörden vor rund zwei Jahren offen rechtswidrig an das rechtsautoritäre Ungarn ausgeliefert worden war. Seither wird Maja dort in Kerkerhaft gefoltert – mit Isolationshaft, totaler Überwachung und ständigen demütigenden Nacktkontrollen. Gerade jährte sich Majas Hungerstreik, in den Maja trat, weil mensch im ungarischen Knast „lebendig begraben“ ist. Im Februar diesen Jahres wurde Maja in einem Schauprozess – gefesselt und an einer Hundeleine vorgeführt – zu acht Jahren Haft verurteilt. 

Maja wird im Rahmen des Budapest-Komplexes verfolgt, einer gewaltigen grenzübergreifenden Repressionsoffensive gegen antifaschistische Strukturen. Hintergrund sind die antifaschistischen Proteste gegen den NS-verherrlichenden „Tag der Ehre“ im Februar 2023 in der ungarischen Hauptstadt – der größte jährlich stattfindende Nazi-Aufmarsch in ganz Europa. Den beschuldigten Antifaschist*innen wird vorgeworfen, an körperlichen Auseinandersetzungen beteiligt gewesen zu sein, bei denen mehrere Nazis verletzt wurden. In der BRD sitzen deshalb aktuell zehn Antifaschist*innen hinter Gittern. Im Fall von Maja beteiligte sich der deutsche Staat an der Hetzjagd, indem er Maja grundrechtswidrig deportierte und nichts unternimmt, um Majas Leben zu bewahren, während Maja in Ungarn als linke und genderqueere Person doppelt bedroht ist. Geht es nach dem Willen der ungarischen und deutschen Behörden, soll Maja in Vergessenheit geraten. Doch das lassen wir nicht zu! 

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Auflösen statt Bühne bieten: Keine VS-Propaganda im DAI!

Eine Zeitlang war es fast schon ruhig geworden um das Deutsch-Amerikanisches Institut (DAI) in Heidelberg – mit einigen Ausnahmen: Dazu gehörten der Wahlkampfauftritt des rechtskonservativen FDP-Chefs Christian Lindner und die gruslige „Dialogveranstaltung“ mit der AfD unter dem Titel „Wir müssen reden! (Neustart 2026)“. Seit Jahrzehnten finden dort immer wieder Veranstaltungen mit antilinken Hetzer*innen, rechten Ideolog*innen oder menschenfeindlichen Präferenzutilitarist*innen statt. Sie alle hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Tatsächlich ist uns die Sinnhaftigkeit dieser staatlich und städtisch subventionierten Einrichtung äußerst schleierhaft; aber das, was sie selbst vorgibt zu sein, ist sie definitiv nicht: ein „Ort des freien Geistes“, an dem sich der „Demokratieförderung“ und „Völkerverständigung“ gewidmet und der „transatlantische Dialog“ gepflegt werde!?

Unter Beweis gestellt hat das DAI den Bruch mit dieser inszenatorischen Selbstlegitimierung erst kürzlich, als es den britisch-deutschen Journalisten Nicholas Potter zu Gast hatte. Potter halluziniert eine „neue autoritäre Linke“ herbei, die „Gewalt als Widerstand“ verkläre und „unsere demokratische Gesellschaft“ bedrohe. Dieser Neocon meint es wirklich ernst, wenn er christdemokratische Kulturförderungspolitik – also die Streichung von Mitteln für alle unbotmäßigen und unbequemen Kultureinrichtungen – als einzig gangbaren Weg postuliert. Nur so könne gewährleistet werden, dass „Bewegungen, die sich (früher) als progressiv und emanzipiert“ verstanden haben, keine öffentlichen Gelder mehr bekommen und diskursmächtig beziehungsweise gar hegemonial werden. Das Perfide dabei: Potters Schwerpunktthemen sind eigentlich „Rechtsextremismus“ und Antisemitismus… Und eine Anekdote am Rande: Potter wird ab Juli 2026 als Chefreporter für die Welt arbeiten; er wechselt also von der taz, Springers „Talentschmiede“, zu dessen Premium-Gruppe! Genau dort gehört er hin… Aber nun will das DAI noch eins drauf setzen und eine Propagandaveranstaltung für den Inlandsgeheimdienst der BRD durchführen:

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13.6.: Demo „Free Maja“

Free Maja – free all Antifas: Am Samstag, 13.06.2026 findet um 14.00 Uhr die Bündnisdemo „Free Maja!“ statt. Die Auftaktkundgebung ist auf dem Wilhelmsplatz (HD-Weststadt). Gemeinsam mit uns rufen Seebrücke Heidelberg, Rote Hilfe HD/MA, VVN-BdA Heidelberg, ROSA-Hochschulgruppe, Linksjugend [’solid], das Queerfeministische Kollektiv, das Intersektionale Feministische Kollektiv und die IL Rhein-Neckar auf.

Vor einem Jahr trat unser*e Genoss*in Maja im ungarischen Knast in den Hungerstreik. Die deutschen Behörden hatten Maja im Juni 2024 rechtswidrig nach Ungarn ausgeliefert. Dort wird Maja seitdem gefoltert – mit Isolationshaft, totaler Überwachung und ständigen demütigenden Nacktkontrollen. Es war von vornherein klar, dass Maja, ein*e nicht-binäre*r Antifaschist*in, in dem rechtsautoritären Staat kein faires Verfahren bekommen würde. Sogar die EU zweifelt an der Rechtsstaatlichkeit Ungarns. Maja trat in den Hungerstreik, weil mensch im ungarischen Kerker „lebendig begraben“ ist. Der deutsche Staat unternahm nichts, um das Leben seiner*seines Staatsangehörigen zu schützen. In einem Schauprozess verurteilte das Gericht in Budapest Maja im Februar zu acht Jahren Haft unter erschwerten Bedingungen. In einem Staat, in dem Maja als linke und queere Person zusätzlich gefährdet ist.

Maja wird vorgeworfen, im Februar 2023 am Rande des sogenannten „Tags der Ehre“ in Budapest an handfesten Auseinandersetzungen mit ein paar Nazis beteiligt gewesen zu sein. Der „Tag der Ehre“ ist ein geschichtsrevisionistisches Nazi-Großevent, bei dem Teilnehmer*innen offen die SS und Wehrmacht glorifizieren. Während der faschistische Aufmarsch keinerlei behördliche Einschränkungen zu befürchten hat, kriminalisiert der ungarische Staat den antifaschistischen Gegenprotest. Deutschland reiht sich in diese Hetzjagd mit ein und kriminalisiert auch hierzulande eine zweistellige Anzahl von Antifaschist*innen, ob im Budapest-Komplex, im Rahmen von „Antifa-Ost“ oder anderen Kontexten. In Heidelberg laufen aktuell Verfahren gegen Antifaschist*innen, denen vorgeworfen wird, an einer Soli-Aktion für Maja beteiligt gewesen zu sein. Dabei bleibt gerade jetzt – angesichts des fortschreitenden Rechtsrucks – konsequenter Antifaschismus notwendig!

Deshalb nehmen wir uns am 13. Juni in Heidelberg die Straße. Kommt um 14 Uhr zum Auftakt auf den Wilhelmsplatz Heidelberg. Free Maja! Free all Antifas!

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