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Zum Internationalen Frauenkampftag veranstalten wir am 8. März 2019 gemeinsam mit der Roten Hilfe Heidelberg/Mannheim den Vortrag „‚Arbeiterinnen, kämpft mit in der Roten Hilfe!‘ – Frauen in der Roten Hilfe Deutschlands“ mit Silke Makowski. Beginn ist um 20 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).

Die Rote Hilfe Deutschlands (RHD) war in der Weimarer Republik eine in der gesamten ArbeiterInnenbewegung beliebte Solidaritätsorganisation, die zuletzt über eine Million Mitglieder umfasste. Auch nach dem Verbot durch die Nazis im März 1933 setzten die Widerstandsgruppen der RHD ihre vielfältigen Aktivitäten fort, informierten über den NS-Terror und unterstützten die Familien der politischen Gefangenen.

Während ihres gesamten Bestehens spielten die weiblichen Mitglieder eine wichtige Rolle in der Organisation. In dem Vortrag werden – neben einem allgemeinen Überblick über Frauen in der RHD – Rote Helferinnen aus der Region vorgestellt, die vor und nach 1933 aktiv waren.

Vorher findet ab 17 Uhr die feministische Bündnisdemo zum Frauenkampftag statt (Auftaktkundgebung: Stadtbücherei Heidelberg).

„‚Jenseits von Staat, Macht und Gewalt‘ – Eine Annäherung an die Gedankenwelt Abdullah Öcalans“ lautet der Titel eines Vortrags mit Michael Schiffmann, den wir am Montag, 25. Februar 2019 im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt) veranstalten.

Vor zwanzig Jahren wurde der Vorsitzende der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK), Abdullah Öcalan, den eine Großzahl der Kurd*innen in der Turkei als ihren Vertreter betrachtet, im Exil entführt, in der Türkei vor Gericht gestellt und als „Terrorist“ erst zum Tod verurteilt und dann zu lebenslanger Haft „begnadigt“. Seitdem sitzt er auf der Gefängnisinsel Imrali in absoluter Isolationshaft. Er wird im April 2019 70 Jahre alt. Der türkische Staat betrachtet ihn wegen seiner Rolle im bewaffneten Freiheitskampf der türkischen Kurd*innen als Verbrecher. Zugleich gilt er nicht nur den Kurd*innen, sondern auch vielen Linken weltweit aufgrund seiner zahlreichen Stellungnahmen und Werke zur Lösung der „Kurdenfrage“ und zu Fragen von Demokratie und Sozialismus nicht nur als potentieller Friedensstifter, sondern auch als wegweisender Theoretiker des Kampfs für eine Welt ohne Ausbeutung, Rassismus, Sexismus und Unterdrückung. Michael Schiffmann hat sein in Haft entstandenes Werk „Jenseits von Staat, Macht und Gewalt“ ins Englische übersetzt und wird an diesem Abend seine eigene Interpretation einiger der wichtigsten Gedanken und Ideen Öcalans vorstellen.

Am Donnerstag, 14. Februar 2019 ist das nächste Café Alerta, das monatliche Offene Treffen der AIHD/iL. Wegen der bevorstehenden Proteste gegen den jährlichen Nazi-Fackelmarsch am 23. Februar in Pforzheim widmen wir uns diesmal dem Thema „Geschichtsrevisionismus als rechte Strategie“. Ab 19.30 Uhr ist wie immer Zeit für Vernetzung in entspannter Atmosphäre, und gegen 20 Uhr starten wir mit dem Input.

Bestimmte Formen des Geschichtsrevisionismus wie offene Holocaustleugnung sind heute in der deutschen Gesellschaft weitgehend verpönt und scheinen oft nur ein Thema rechter Randgruppen zu sein. Umschreibung und Instrumentalisierung der Geschichte im Sinne rechter Ideologien ist jedoch Alltag nicht nur dieser Randgruppen, sondern wird von weiten Teilen der Rechten und bis in die „politische Mitte“ hinein betrieben.

Wir möchten uns mit der Rolle beschäftigen, die Geschichtsrevisionismus als Strategie für die alte und neue Rechte spielt und dabei sowohl auf zentrale Schauplätze des Geschichtsrevisionismus als auch auf eine theoretische Einordnung dieser Strategie im politischen Kampf eingehen. Als Anlass und Beispiel dient die alljährlich am 23. Februar stattfindende Nazimahnwache in Pforzheim, die den Opfern der Bombardierung Pforzheims 1945 gedenken soll und eine klar geschichtsrevisionistische Ausrichtung hat.

Am 10. Februar 2019 stellt Autor Bernd Langer („Kunst und Kampf“) sein neues Buch „Die Flamme der Revolution“ vor, das im Herbst im Unrast-Verlag erschienen ist. Beginn ist um 19.30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt); vorher gibt es ab 19 Uhr leckeres veganes Essen.

Bernd Langer berichtet über den Bürgerkrieg von 1919, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Nach dem Matrosenaufstand in Kiel im November 1918 wird der weitere, zunächst friedliche Verlauf bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe reaktionärer und faschistischer Freikorps.

Bernd Langer erzählt die Geschichte jener Tage, die eine grundlegende politische Weichenstellung bedeuteten. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

Zusammen mit dem SDS Heidelberg und Young Struggle veranstalten wir am Mittwoch, 6. Februar 2019 die Buchvorstellung „Die Kurden“ mit Kerem Schamberger und Michael Meyen. Beginn ist um 19.00 Uhr in der Heuscheuer (Große Mantelgasse 4, Heidelberg-Altstadt).

Mit 45 Millionen Menschen sind die Kurden die größte ethnische Gruppe ohne eigenen Staat, aufgeteilt zwischen der Türkei, dem Iran, Irak und Syrien. Von täglichen Repressionen der Obrigkeit sind sie jedoch überall betroffen:
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Beim Café Alerta, dem Offenen Treffen der AIHD/iL, wird es am 10. Januar einen Einblick in verschiedene Faschismustheorien geben. Beginn ist um 19.30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt) mit offener Vernetzung in entspannter Atmosphäre; der Input startet gegen 20 Uhr.
Was ist eigentlich Faschismus? Für die einen Universalschimpfwort für alles Reaktionäre, für die anderen sollte der Begriff möglichst nur für den historischen Nationalsozialismus benutzt werden. Wir wollen versuchen, uns anhand verschiedener Theorien dem Faschismus als immer noch virulentem gesellschaftlichem Phänomen zu widmen.
Das Titelbild zeigt einen Ausschnitt aus der Grafik „Das Dritte Reich“ (1934) von Gerd Arntz. Der linke Künstler gilt als Erfinder des modernen Piktogramms.

Im Rahmen ihrer umfangreichen Herbst-Veranstaltungsreihe organisiert die VVN-BdA Heidelberg gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma den Vortrag „Verfolgung der Sinti zwischen Kraichgau, Neckartal-Odenwald und Bauland“ mit Autor Arno Huth. Der Vortrag am Dienstag, 2. Oktober 2018 beginnt um 20.00 Uhr im Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma (Bremeneckgasse 2, HD-Altstadt).

Im ländlichen Raum waren Sinti schon seit Jahrhunderten unterwegs. Zahlreiche Maßnahmen „zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“ erschwerten ihnen jedoch die Ausübung ihrer Wanderberufe. Während das Land Baden ihre Ansiedlung anstrebte, versuchten die Bevölkerung und Ortsbehörden dies zu verhindern.
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Das Café Alerta am 13. September steht diesmal unter dem Titel „Zwei Perspektiven radikaler Bewegungen in Italien: Feminismus und Klimagerechtigkeit“. Genoss*innen aus Italien werden uns auf englisch und deutsch über die aktuellen sozialen Bewegungen in Italien berichten. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck.

Im Anschluss wird dieses Mal ein Konzert stattfinden: Der D.I.Y. Punker Dáša Fon Fľaša aus Tscheschien macht auf seiner Tour Station im Café Gegendruck: https://dasafonflasa.bandcamp.com/ Eintritt frei

Der G8-Gipfel in Genua 2001 stellte einen Wendepunkt in der langen Geschichte sozialer Bewegungen dar. Von diesem Punkt an haben sich die Kämpfe vielfach verändert, sowohl in ihrer Praxis als auch in ihrer Ausrichtung.
Angesichts der zentralen Bedeutung, die Antifaschismus für all diese Gruppen hat, spielt Intersektionalität eine zentrale Rolle, um einen globalen, vollständigen Diskurs zu entwickeln.
In der Ablehnung jeglicher Form von Faschismus liegen die Wurzeln des Antirassismus, eines der wichtigsten Ziele derzeit, ebenso wie des Kampfes gegen das Patriarchat, für den z.B. die breite trans-feministische Bewegung „Non Una Di Meno“ steht.
Auf der anderen Seite wurde eine neue Herangehensweise in den Umweltbewegungen gefunden. Die bekannteste Bewegung ist wahrscheinlich „NoTav“, aber es gibt Dutzende weitere mehr oder weniger lokale Kämpfe für Umwelt- und Klimagerechtigkeit. Im Fall von „Comitato No Grandi Navi“ beinhaltet der Kampf gegen die riesigen Kreuzfahrtschiffe in der Lagune von Venedig die Kritik am kapitalistischen Modell des Tourismus (und an Konsum, Produktion und Verkehr insgesamt), das katastrophale Folgen auf Stadt, Klima und Lebensweise hat. Das bedeutet, dass wir eine Alternative zum Neoliberalismus, mit seinen direkten Verbindungen zu Imperialismus und Faschismus, entwickeln müssen.
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Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse in Chemnitz veranstalten wir am Mittwoch, 5.9. einen Info- und Diskussionsabend unter dem Titel „Chemnitz: Kein Fußbreit dem rechten Mob!“. Beginn ist um 20.00 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).

Die Pogromstimmung in Chemnitz und die anhaltenden massenhaften Übergriffe durch Rechte aller Couleur stehen für eine neue Ebene rassistischer Mobilisierung. Neu dabei ist der vollkommene Verlust von Berührungsängsten seitens „besorgter Bürger“, rassistischer Normalbevölkerung und AfD-FunktionärInnen, die hier offen mit militanten FaschistInnen marschieren und diese ganz direkt für die Durchsetzung ihrer politischen Positionen auch auf der Straße nutzen. Was bisher zwar indirekt die ganze Zeit geschah (AfD hetzt, Nazis zünden Geflüchteten-Unterkünfte an, rechte Bürger applaudieren, die CDU macht die Grenzen dicht und schiebt ab…), aber stets mit Distanzierungen der scheinbar „gemäßigten“ Kräfte von Nazigewalt verbunden war, ging dort ganz offen und direkt vonstatten. Damit erreichen Tendenzen eines breiten rechten Schulterschlusses, wie sie beispielsweise auch bei den Aufmärschen in Kandel zu beobachten sind, eine mörderische neue Qualität. Antifaschistische Gegenproteste konnten bislang nicht die eigentlich notwendige Breite und Stärke entfalten.

In der Info- und Diskussionsveranstaltung versuchen wir in einer Bestandsaufnahme die Situation zu analysieren und Möglichkeiten für antifaschistische Gegenstrategien zu entwickeln.

Am 13. Juni 2018 veranstaltet die VVN-BdA Heidelberg einen Vortrag zum Thema „Brauner ‚Feminismus‘? – Unser Feminismus bleibt antirassistisch!“ mit Brigitte Kiechle. Der Vortrag beginnt um 20.00 Uhr im Laden für Kultur und Politik, Kaiserstr. 62, HD-Weststadt.

Vortrag „Brauner ‚Feminismus‘? – Unser Feminismus bleibt antirassistisch!“ mit Autorin Brigitte Kiechle

Wie die Nazis versuchen, frauenpolitisch zu punkten und die aktuellen Kampagnen gegen Gewalt gegen Frauen rassistisch zu instrumentalisieren
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