Entries tagged with “Vortrag”.


Am 10. Februar 2019 stellt Autor Bernd Langer („Kunst und Kampf“) sein neues Buch „Die Flamme der Revolution“ vor, das im Herbst im Unrast-Verlag erschienen ist. Beginn ist um 19.30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt); vorher gibt es ab 19 Uhr leckeres veganes Essen.

Bernd Langer berichtet über den Bürgerkrieg von 1919, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Nach dem Matrosenaufstand in Kiel im November 1918 wird der weitere, zunächst friedliche Verlauf bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe reaktionärer und faschistischer Freikorps.

Bernd Langer erzählt die Geschichte jener Tage, die eine grundlegende politische Weichenstellung bedeuteten. Denn die weltweite Spaltung in Kommunistische Parteien mit revolutionärem Anspruch einerseits und reformistische Sozialdemokratie andererseits sowie die verhängnisvolle Entwicklung am Vorabend des Faschismus sind ohne diese Ereignisse nicht zu begreifen.

Beim Café Alerta, dem Offenen Treffen der AIHD/iL, wird es am 10. Januar einen Einblick in verschiendene Faschismustheorien geben. Beginn ist um 19.30 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt) mit offener Vernetzung in entspannter Atmosphäre; der Input startet gegen 20 Uhr.
Was ist eigentlich Faschismus? Für die einen Universalschimpfwort für alles Reaktionäre, für die anderen sollte der Begriff möglichst nur für den historischen Nationalsozialismus benutzt werden. Wir wollen versuchen, uns anhand verschiedener Theorien dem Faschismus als immer noch virulentem gesellschaftlichem Phänomen zu widmen.
Das Titelbild zeigt einen Ausschnitt aus der Grafik „Das Dritte Reich“ (1934) von Gerd Arntz. Der linke Künstler gilt als Erfinder des modernen Piktogramms.

Im Rahmen ihrer umfangreichen Herbst-Veranstaltungsreihe organisiert die VVN-BdA Heidelberg gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma den Vortrag „Verfolgung der Sinti zwischen Kraichgau, Neckartal-Odenwald und Bauland“ mit Autor Arno Huth. Der Vortrag am Dienstag, 2. Oktober 2018 beginnt um 20.00 Uhr im Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma (Bremeneckgasse 2, HD-Altstadt).

Im ländlichen Raum waren Sinti schon seit Jahrhunderten unterwegs. Zahlreiche Maßnahmen „zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“ erschwerten ihnen jedoch die Ausübung ihrer Wanderberufe. Während das Land Baden ihre Ansiedlung anstrebte, versuchten die Bevölkerung und Ortsbehörden dies zu verhindern.
(mehr …)

Das Café Alerta am 13. September steht diesmal unter dem Titel „Zwei Perspektiven radikaler Bewegungen in Italien: Feminismus und Klimagerechtigkeit“. Genoss*innen aus Italien werden uns auf englisch und deutsch über die aktuellen sozialen Bewegungen in Italien berichten. Beginn ist wie immer um 19.30 Uhr im Café Gegendruck.

Im Anschluss wird dieses Mal ein Konzert stattfinden: Der D.I.Y. Punker Dáša Fon Fľaša aus Tscheschien macht auf seiner Tour Station im Café Gegendruck: https://dasafonflasa.bandcamp.com/ Eintritt frei

Der G8-Gipfel in Genua 2001 stellte einen Wendepunkt in der langen Geschichte sozialer Bewegungen dar. Von diesem Punkt an haben sich die Kämpfe vielfach verändert, sowohl in ihrer Praxis als auch in ihrer Ausrichtung.
Angesichts der zentralen Bedeutung, die Antifaschismus für all diese Gruppen hat, spielt Intersektionalität eine zentrale Rolle, um einen globalen, vollständigen Diskurs zu entwickeln.
In der Ablehnung jeglicher Form von Faschismus liegen die Wurzeln des Antirassismus, eines der wichtigsten Ziele derzeit, ebenso wie des Kampfes gegen das Patriarchat, für den z.B. die breite trans-feministische Bewegung „Non Una Di Meno“ steht.
Auf der anderen Seite wurde eine neue Herangehensweise in den Umweltbewegungen gefunden. Die bekannteste Bewegung ist wahrscheinlich „NoTav“, aber es gibt Dutzende weitere mehr oder weniger lokale Kämpfe für Umwelt- und Klimagerechtigkeit. Im Fall von „Comitato No Grandi Navi“ beinhaltet der Kampf gegen die riesigen Kreuzfahrtschiffe in der Lagune von Venedig die Kritik am kapitalistischen Modell des Tourismus (und an Konsum, Produktion und Verkehr insgesamt), das katastrophale Folgen auf Stadt, Klima und Lebensweise hat. Das bedeutet, dass wir eine Alternative zum Neoliberalismus, mit seinen direkten Verbindungen zu Imperialismus und Faschismus, entwickeln müssen.
(mehr …)

Angesichts der sich überschlagenden Ereignisse in Chemnitz veranstalten wir am Mittwoch, 5.9. einen Info- und Diskussionsabend unter dem Titel „Chemnitz: Kein Fußbreit dem rechten Mob!“. Beginn ist um 20.00 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).

Die Pogromstimmung in Chemnitz und die anhaltenden massenhaften Übergriffe durch Rechte aller Couleur stehen für eine neue Ebene rassistischer Mobilisierung. Neu dabei ist der vollkommene Verlust von Berührungsängsten seitens „besorgter Bürger“, rassistischer Normalbevölkerung und AfD-FunktionärInnen, die hier offen mit militanten FaschistInnen marschieren und diese ganz direkt für die Durchsetzung ihrer politischen Positionen auch auf der Straße nutzen. Was bisher zwar indirekt die ganze Zeit geschah (AfD hetzt, Nazis zünden Geflüchteten-Unterkünfte an, rechte Bürger applaudieren, die CDU macht die Grenzen dicht und schiebt ab…), aber stets mit Distanzierungen der scheinbar „gemäßigten“ Kräfte von Nazigewalt verbunden war, ging dort ganz offen und direkt vonstatten. Damit erreichen Tendenzen eines breiten rechten Schulterschlusses, wie sie beispielsweise auch bei den Aufmärschen in Kandel zu beobachten sind, eine mörderische neue Qualität. Antifaschistische Gegenproteste konnten bislang nicht die eigentlich notwendige Breite und Stärke entfalten.

In der Info- und Diskussionsveranstaltung versuchen wir in einer Bestandsaufnahme die Situation zu analysieren und Möglichkeiten für antifaschistische Gegenstrategien zu entwickeln.

Am 13. Juni 2018 veranstaltet die VVN-BdA Heidelberg einen Vortrag zum Thema „Brauner ‚Feminismus‘? – Unser Feminismus bleibt antirassistisch!“ mit Brigitte Kiechle. Der Vortrag beginnt um 20.00 Uhr im Laden für Kultur und Politik, Kaiserstr. 62, HD-Weststadt.

Vortrag „Brauner ‚Feminismus‘? – Unser Feminismus bleibt antirassistisch!“ mit Autorin Brigitte Kiechle

Wie die Nazis versuchen, frauenpolitisch zu punkten und die aktuellen Kampagnen gegen Gewalt gegen Frauen rassistisch zu instrumentalisieren
(mehr …)

Unter dem Titel „Rojava – Demokratie und Selbstverwaltung. Wie ist das möglich?“ findet in Mannheim am Freitag, 18. Mai 2018 eine Veranstaltung mit Berichten aus Rojava statt, die wir als Teil des Bündnisses „Nein zum Krieg – Solidarität mit Afrin!“ mitunterstützen. Beginn ist um 19 Uhr im Jugendraum des Gewerkschaftshauses (Hans-Böckler-Str. 3, Mannheim).

Seit Monaten führt das türkische Regime völkerrechtswidrig Krieg gegen die Kurd*innen in Nordsyrien.
Bei den Angriffen gegen Afrin und andere Gebiete kommen Panzer und anderes Mordwerkzeug aus deutscher Produktion zum Einsatz. Die Bundesregierung toleriert Töten, Flucht und Vertreibung, um das „Flüchtlingsabkommen“ mit der Türkei nicht zu gefährden.
Ziel der Eroberung weiterer Gebiete ist die Unterdrückung der kurdischen Freiheitsbewegung. Damit sind alle anderen Kriegsparteien in Syrien prinzipiell einverstanden.
Vor allem soll durch dieses Vorgehen das fortschrittlichste Projekt der Region – Rojava – zerstört werden. Das Erdogan-Regime will den Aufbau eines demokratischen Konföderalismus blutig beenden. Rund 4,5 Millionen Kurd*innen, Araber*innen, Turkmen*innen und Assyrer*innen leben hier in einer selbstverwalteten Gesellschaft.
Ihre Prinzipien sind Demokratie, Gleichberechtigung und Emanzipation der Frauen sowie Religionsfreiheit. Das ist ein grundlegender Gegensatz zu dem menschenverachtenden Treiben etwa des Daesh („IS“) oder anderer dschihadistischer Banden.
Unsere Referentin hat in den letzten vier Jahren in Rojava gelebt. Sie wird über die aktuelle Lage und den Widerstand in Afrin zu berichten. Außerdem wird sie uns konkrete Eindrücke von den Menschen, der Region und den Kriegsgeschehnissen vermitteln.

Dienstag, 31.10.2017, 19.00 Uhr:
Vortrag
„500 Jahre Revolte“ mit Bernd Langer (Kunst und Kampf)
im Laden für Kultur und Politik (Kaiserstr. 62)

2017 ist das „Lutherjahr“: Weit über Deutschland hinaus werden „500 Jahre Martin Luther“ breit gefeiert. Auch wenn dabei pflichtbewusst kritische Töne zu Luther nicht fehlen – sein Antisemitismus, seine Hetze gegen die aufständischen Bauern – werden andere religionskritisch-reformatorische und früh-demokratisch revolutionäre Kräfte nicht nur nicht gewürdigt, sie finden erst gar keine Erwähnung. Luther, so scheint es, war eine isolierte Ausnahmeerscheinung.
Dabei war er nur Teil eines gesellschaftlichen Umbruchs in der Renaissance. (mehr …)

Am 20.06.17, um 19:30 Uhr veranstalten wir gemeinsam mit der VVN-BdA Heidelberg und der DGB Hochschulgruppe Heidelberg in der VHS Heidelberg (Bergheimer Str. 76, HD-Bergheim) einen Vortrag mit Sebastian Friedrich zum Thema „Der Aufstieg der Afd – Neokonservative Mobilmachung“

(mehr …)

Am Sonntag, 28. Mai 2017 gibt es um 21.00 Uhr (im Anschluss an die Vokü) den Mobi-Vortrag „No TddZ! Den ‚Tag der deutschen Zukunft‘ am 3. Juni Karlsruhe verhindern!“ im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt). Vertreter*innen der AIHD/iL geben ein letztes Update zu den antifaschistischen Protesten gegen das geplante Nazi-Großevent.

Von Heidelberg aus gibt es am 3. Juni eine gemeinsame Zuganreise zu den Antifa-Aktionen: der Zugtreffpuntk ist um 10.30 Uhr am Heidelberger Hauptbahnhof.

Weitere Infos unter https://notddz.suedwest.mobi/wordpress/