PM: Antisemitismus in der Burschenschaft Normannia nichts Neues

Pressemitteilung vom 9.9.2020:

Antisemitismus in der Burschenschaft Normannia nichts Neues

In ihrer Pressemitteilung vom 08.09.2020 behauptet die Burschenschaft Normannia zu Heidelberg: „Wir dulden keinen Antisemitismus in unseren Reihen.“ Aber Antisemitismus ist nichts, was der Burschenschaft Normannia neu oder fremd wäre. Ihre Reihen sind schon immer antisemitisch. Der aktuelle Vorfall ist also keine Ausnahme, sondern Antisemitismus war seit ihrer Gründung 1890 ein sinnstiftendes Moment.

Clara Grube, Sprecherin der AIHD/iL: „Eine Distanzierung der ‚Alten Herren‘ von der Nazivergangenheit hat in der Normannia nie stattgefunden. Dass Antisemitismus in ihren Reihen nicht gestattet sein soll, ist eine reine Schutzbehauptung.“

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PM: Antisemitischer Angriff durch Burschenschafter – Hausdurchsuchung bei „Normannia“

Pressemitteilung vom 7.9.2020:

Antisemitischer Angriff durch Burschenschafter
Student mit jüdischen Vorfahren gedemütigt und verprügelt
Hausdurchsuchung bei der „Normannia zu Heidelberg“

Die „Burschenschaft Normannia zu Heidelberg“ hat am 3. September 2020 mit sofortiger Wirkung ihre Aktivitas aufgelöst. Vorausgegangen war der antisemitisch motivierte Angriff mehrerer Burschenschafter auf ein Mitglied der „Alten Leipziger Landsmannschaft Afrania“ im Haus der Normannia am Abend vom 28. auf 29. August 2020.
Das Opfer sei von den anderen Verbindungsstudenten als Jude beschimpft, mit Geldmünzen beworfen und mit Gürteln verprügelt worden. An dem Angriff seien neben Aktiven Studenten der Normannia auch Mitglieder der Burschenschaften „Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken“ und „Germania Köln“ beteiligt gewesen.

Das Opfer hatte die Attacke zur Anzeige gebracht. Am 2. September soll das Haus der Normannia von der Polizei durchsucht worden sein. Bei den offiziellen Pressemitteilungen des Polizeipräsidiums Mannheim sucht man vergebens nach einer Veröffentlichung zu dieser antisemitisch motivierten Körperverletzung.

Clara Grube, Sprecherin der AIHD/iL: „In der Vergangenheit ist die Normannia immer wieder durch ihre Positionierung am äußersten rechten Rand aufgefallen. Als kontinuierliches Motiv zieht sich durch die Geschichte dieser Studentenverbindung ein fanatischer Antisemitismus. Neonazistische Holocaustleugner, arabische Antisemiten oder der Generalobere der ultrakatholischen Piusbruderschaft – sie alle waren Referenten auf dem Haus der Normannia.“

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