Die rechte „Alternative für Deutschland“ (AfD) meldet sich zurück: Am 2. Juni 2018 finden gleich zwei Veranstaltungen der rassistischen Partei statt, nämlich in Bruchsal und in Mannheim-Feudenheim. Gegen beide Aktionen regt sich antifaschistischer Widerstand, und es ist an uns allen, dem braunen Klüngel durch entschiedenen Protest in die Suppe zu spucken!

In Bruchsal plant die AfD eine Kundgebung mit anschließender Demo ab 14 Uhr, bei der der offen nazistische AfD-Spitzenfunktionär Björn Höcke seinen ersten Auftritt im Südwesten haben wird. Sonstige RednerInnen sind u.a. Christina Baum, Organisatorin von „Kandel ist überall“.
Doch verschiedene antifaschistische Gruppen mobilisieren zu Protesten gegen den braunen Auftritt. Den Aufruf „Kein Platz für rechte Hetze – Höcke keine Basis bieten!“ findet ihr hier.
Die Antifa-Kundgebung in Bruchsal beginnt um 13 Uhr am Friedrichsplatz.

In Mannheim-Feudenheim findet am 2. Juni eine abendliche Selbstbeweihräucherungsfeier zum 5-jährigen Bestehen der AfD Mannheim statt. Austragungsort ist wieder einmal das berüchtigte Schützenhaus, das in der Vergangenheit schon mehrfach von der rechten Partei genutzt wurde. Als RednerInnen sind die durch ihre rassistischen Ausfälle bekannten AfD-Bundestagsabgeordneten Alice Weidel und Marc Bernhard.
Beginn der antifaschistischen Gegenproteste ist um 18 Uhr vor dem Schützenhaus Feudenheim (In der Au 20, MA-Feudenheim).

Den Aufruf unter dem Motto „Kein Platz für rechte Hetze! 5 Jahre AfD Mannheim sind 5 Jahre zu viel – gegen Alice Weidel und die AfD Mannheim!“ dokumentieren wir im Folgenden.

Am 02. Juni feiert die AfD Mannheim ihr fünfjähriges Bestehen. Kein Grund zu feiern! Im Gegenteil: die AfD ist der organisatorische Ausdruck des gesellschaftlichen Rechtsrucks in Deutschland. In ihren Anfängen als Wirtschaftsprofessorenpartei verlacht, radikalisierte sie sich seit ihrer Gründung stetig. Mittlerweile sitzt die AfD in fast allen deutschen Parlamenten und beginnt durch Massenproteste wie in Kandel auch auf der Straße Handlungsfähigkeit zu entwickeln.

Das Schützenhaus in Feudenheim hat sich seit einiger Zeit zum festen Treffpunkt der AfD Mannheim entwickelt. Seit fast zwei Jahren treffen sich dort RassistInnen und NationalistInnen bis zu zwei mal im Monat. Glaubhafte Distanzierungen oder Protest von Seiten des Schützenvereins oder des Besitzers bleiben aus. Es scheint als würde sich niemand daran stören, dass das Treiben der rechtsradikalen AfD inzwischen den Mittelpunkt der Aktivitäten im Schützenhaus Feudenheim ausmacht. Neben den regelmäßig stattfindenden Stammtischen der AfD Mannheim treten hier auch immer wieder unterschiedlich bekannte rechte HetzerInnen bei größeren Veranstaltungen auf.

Denn nach einer anfänglich breiten gesellschaftlichen Entrüstung und Phasen großer Gegenproteste haben sich die größten Teile der Gesellschaft mittlerweile an die rechtsradikalen „Rüpel“ gewöhnt und versuchen deren Existenz entweder zu verdrängen oder sie auf dem politischen Parkett zu bekämpfen und sie als Populisten zu entlarven.
Doch Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Rassismus sind keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Und wer Raum für solche Positionen bietet macht sich mitverantwortlich an der wachsenden Ausgrenzung und Gewalt gegen alle, die nicht ins Gesellschaftsbild der AfD passen. Doch damit nicht genug. Aus Angst vor Mandatsverlusten überbietet sich das politische Establishment unter Führung der CSU mit ihren versuchen rechte WählerIinnen abzufangen. Die geplante Kameraüberwachung der Mannheimer Innenstadt und die Bürgerkriegsvorbereitungen der bayrischen Polizei sind hierfür nur zwei von vielen Beispielen.

Wir sagen Schluss damit! Die Geschichte hat uns gelehrt, dass die Auseinandersetzung mit rechten Hetzern gemeinsam, entschlossen und kontinuierlich geführt werden muss. Rückzugsräume wie das Feudenheimer Schützenhaus müssen der AfD genommen und der weitere Ausbau ihrer politischen Praxis durch Protest verhindert werden.
Kommt am 02. Juni zum Mannheimer Schützenhaus und helft mit – der AfD den Geburtstag versauen. Fünf Jahre AfD in Mannheim sind fünf zu viel!
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Für eine Welt ohne Ausbeutung und Rechtspopulismus!