Am Montag, 31. März 2025 steht der nächste Vortrag in unserer Veranstaltungsreihe „Exekutive, Judikative, Repressive: Repression gegen Antifas“ an: Seit August 2024 sitzt der Stuttgarter Antifaschist Nico eine mehr als dreijährige Haftstrafe in der JVA Heimsheim ab. Aber auch hinter Gittern lässt er sich nicht kleinkriegen, sondern beteiligt sich mit Grußworten und anderen Statements an den politischen Kämpfen. Im Input stellen wir seinen Fall vor und lesen aus seinen Briefen. Der Vortrag „Free Nico!“ beginnt um 19.00 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).
31.3.: Vortrag „Free Nico!“
24.3.: Vortrag „Contra la Repression“ zum Budapest-Komplex
Anlässlich des Tags der politischen Gefangenen findet am 24. März 2025 der Vortrag „Contra la Repression! Der Budapest-Komplex“ statt. Die Veranstaltung, die wir zusammen mit der Roten Hilfe HD/MA, solid und Seebrücke organisieren, ist Teil einer Rundreise der Soligruppe Free Hanna. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).
Referent*innen vom Nürnberger Solikreis Free Hanna erklären die Hintergründe des Budapest-Komplexes und informieren vor allem über den Prozess gegen die gefangene Antifaschistin Hanna, der im Februar in München begonnen hat. Konkret werden ihr körperliche Auseinandersetzungen mit Nazis im Februar 2023 in Ungarn vorgeworfen – genau wie vielen weiteren Antifas, die untergetaucht oder ebenfalls in Haft sind.
16.3.: Zugtreffpunkt zur Kundgebung „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“
Rund um den Tag der politischen Gefangenen (18. März) organisieren die Rote Hilfe Heidelberg/Mannheim in Zusammenarbeit mit uns und dem Offenen Antifa-Treffen Mannheim verschiedene Veranstaltungen.
Den Auftakt bildet die Kundgebung „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ am Sonntag, 16. März um 14 Uhr auf dem Mannheimer Marktplatz, die wir gemeinsam mit der RH HD/MA und dem OAT MA veranstalten und die auch im Rahmen unserer Reihe „Exekutive, Judikative, Repressive: Repression gegen Antifas“ steht. In Redebeiträgen werden verschiedene politische Gefangene in der BRD vorgestellt.
Wir treffen uns am 16. März um 13.00 Uhr zur gemeinsamen Anreise am Hauptbahnhof Heidelberg.
Außerdem finden noch zwei weitere Veranstaltungen anlässlich des Tags der politischen Gefangenen statt: Am Montag, 17. März 2025 zeigen die Rote Hilfe HD/MA und das OAT Mannheim den Film „Tearing Walls Down“ (OmU) um 19 Uhr im Ewwe longts (Kobellstr. 20, Mannheim).
Am Montag, 24. März 2025 informiert eine Genossin des Solikreises Free Hanna zum Budapest-Komplex und der inhaftierten Antifaschistin Hanna aus Nürnberg; los geht’s um 19 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, Heidelberg).
15.3.: Zugtreffpunkt zur Rojava-Demo in Mannheim
Am Samstag, 15. März 2025 fahren wir zusammen zur Demonstration „Hände weg von Rojava!“, die wir als Teil des Bündnisses „Solidarität mit Rojava“ mitorganisieren.
Im Mittelpunkt stehen die Forderungen:
Hände weg von Rojava – stoppt den Angriffskrieg der Türkei!
Frieden und Diplomatie statt militärischer Eskalation!
Keine deutschen Waffenlieferungen an die Türkei!
Aufhebung der Kriminalisierung der PKK und anderer kurdischer Organisationen und Menschen auch hier in Deutschland!
Gemeinsam mit solid und Seebrücke machen wir einen Zugtreffpunkt: Kommt am 15. März um 13.00 Uhr an den Heidelberger Hauptbahnhof!
Die Demo in Mannheim startet um 14 Uhr am Schloss Mannheim (Ehrenhof).
Urteil gegen Burschenschafter wegen antisemitischen Angriffs rechtskräftig
Viereinhalb Jahre nach dem antisemitischen Angriff im Haus der Heidelberger Nazi-Burschenschaft Normannia (heute Cimbria) wurden die Urteile gegen zwei Tatbeteiligte nun rechtskräftig. Das ist ein weiterer Schlag für die faschistische Verbindung, die durch den Vorfall faktisch am Ende ist.
Gang durch drei Instanzen
Maximilian H. und Luis S., zum Tatzeitpunkt Mitglied der Burschenschaft Germania Köln beziehungsweise der Burschenschaft Normannia Heidelberg, waren wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Beleidigung zu Freiheitsstrafen von je acht Monaten verurteilt worden. Die Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass die Angeklagten beim Stiftungsfest der Normannia einen anderen Verbindungsstudenten mit Gürteln auf die Beine, Gesäß und die Genitalien geschlagen hatten. Dabei hätten sie ihn antisemitisch beschimpft. Weiterlesen
Rückblick: Feministische Aktionen rund um den 8. März
Rund um den 8. März gab es wieder kämpferische feministische Aktionen und verschiedene Gelegenheiten, sich mit anderen FLINTA* zu vernetzen und inhaltlich zu diskutieren.
Vormittags am 8. März organisierten wir gemeinsam mit dem OAT Heidelberg ein FLINTA*-Brunch im Café Gegendruck. Danke an alle, die zu dem unglaublich leckeren Buffet beitrugen! Drei Stunden lang kamen immer neue FLINTA* dazu, um einander beim Essen kennenzulernen und schließlich gemeinsam zur feministischen Demo zu gehen.
Denn auch dieses Jahr hatte die Initiative Frauenkampftag Heidelberg wieder dazu aufgerufen, am 8. März den Protest gegen Sexismus und Patriarchat auf die Straße zu tragen. Diesmal stand die Demo unter dem Motto „Flauschig oder militant – wichtig ist der Widerstand“. Diese Vielfalt zeigte sich sowohl in den Hunderten Aktivist*innen, die sich ab 15 Uhr an der Stadtbücherei sammelten, als auch in den Reden. Schon bei der Auftaktkundgebung brachten die Beiträge ganz unterschiedliche Perspektiven ein und zeigten die Breite antipatriarchaler Kämpfe und feministischer Arbeit auf.
Mit einem FLINTA*-Block an der Spitze setzte sich die Demo mit lautstarken Parolen Richtung Altstadt in Bewegung und wuchs unterwegs immer weiter an. Vor allem in der Hauptstraße zeigten viele Passant*innen große Sympathie für die feministischen Forderungen oder schlossen sich sogar spontan an, um selbst dem patriarchalen Alltag kollektiven Protest entgegenzusetzen. Bis zur Abschlusskundgebung auf dem Uniplatz war der Zug auf rund 800 Menschen angewachsen. Nach fünf weiteren mitreißenden Redebeiträgen endete die Demo, aber die kämpferische Stimmung und die Ergebnisse des feministischen Austauschs wirken weiter!
Am 10. März veranstalteten wir das FLINTA*-Treffen Fantifa im Café Gegendruck. Diesmal hatten wir einen Input zu Repression gegen FLINTAntifas und anschließenden Austausch zu geschlechtsspezifischen Repressionserfahrungen vorbereitet. Damit boten wir die Möglichkeit, in geschütztem Rahmen über ein Thema zu sprechen, das sonst in der Bewegung zu wenig präsent ist, und luden zu allgemeiner Vernetzung und offenem Austausch ein.
Aber feministische Kämpfe finden nicht nur zum 8. März statt, sondern das ganze Jahr hindurch!
Feuer und Flamme dem Patriarchat!
13.3.: Kundgebung „Bezahlkarte stoppen!“
Am Donnerstag, 13. März 2025 findet ab 17.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Heidelberger Rathaus statt, um gegen die rassistische Bezahlkarte zu protestieren. Wir unterstützen das Bündnis „Bezahlkarte stoppen!“ und veröffentlichen hier den gemeinsamen Aufruf.
Die grün-schwarze Regierung Baden-Württembergs hat die Einführung der rassistischen Bezahlkarte für Menschen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, beschlossen. Es sei dringend notwendig, eine Karte einzuführen, mit der geflüchtete Menschen kein Geld ins Ausland schicken können, wird die Bezahlkarte begründet. Damit folgen die Regierenden Deutschlands von CDU bis SPD und Grüne den rechten Hetzer*innen, die geflüchtete Menschen als „Schmarotzer*innen“ darstellen. Wer das Geld, das geflüchtete Menschen mühsam gespart haben, um ihre Familien zu unterstützen, als „Problem“ darstellt, zeigt die Fratze eines präfaschistischen Europas. Die Bezahlkarte ist Teil einer kapitalistischen Logik, die ökonomischen Nutzen, grenzenloses Wachstum, Reichtum der Wenigen und Armut der Vielen legitimiert und Menschenrechte schreddert. Wir müssen die Bezahlkarte stoppen! Weiterlesen
10.3.: Fantifa zu Repression gegen FLINTAntifas
Kurz nach dem feministischen Kampftag geht es weiter: Am Montag, 10. März 2025 ist Fantifa – der FLINTA*-Abend der AIHD. Er ist Teil unserer Veranstaltungsreihe „Exekutive, Judikative, Repressive: Repression gegen Antifas“. Beim Input mit anschließender Diskussion und Erfahrungsaustausch thematisieren wir Repression gegen FLINTAntifas. Beginn ist um 19 Uhr im Café Gegendruck (Fischergasse 2, HD-Altstadt).
Mit dem FLINTA*-Abend Fantifa wollen wir die eigenständige Vernetzung von Frauen, Lesben, Inter, Non-Binary, Trans und Agender-Personen in linken Räumen stärken. Ob politische Debatte oder gemütlicher Austausch bei kühlen Getränken: wir FLINTA* nehmen uns Raum!
Diesmal gibt es einen Input zu Repression gegen FLINTAntifas: Dabei geht es zum einen um geschlechtsspezifische Repression beispielsweise bei Festnahmen. Zum anderen wollen wir die Situation von Gefangenen wie der non-binären Person Maja, die die deutschen Behörden ins offen queerfeindliche Ungarn ausgeliefert haben, und der Nürnbergerin Hanna beleuchten. Damit verweisen wir schon auf den 18. März, den Tag der politischen Gefangenen.
+++ FLINTA* only +++
8.3.: FLINTA*-Brunch und feministische Demo
Gemeinsam mit dem Offenen Antifa-Treffen Heidelberg organisieren wir zum feministischen Kampftag am 8. März 2025 ein leckeres Special: Bevor wir gemeinsam zur feministischen Demo gehen, treffen wir uns ab 11.00 Uhr im Café Gegendruck, um mit anderen FLINTA*s zu brunchen. Nehmt eure Freund*innen mit oder kommt allein und lernt andere FLINTA*s kennen, um mit ihnen später Seite an Seite für die Befreiung vom Patriarchat zu kämpfen.
Es wird Kaffee, Tee und veganes Frühstück geben. Bring gerne auch etwas zu essen mit, dann ist die Auswahl größer. Um etwa 14 Uhr gehen wir gemeinsam zur Stadtbücherei, wo um 15.00 Uhr die feministische Demo „Ob flauschig oder militant – wichtig ist der Widerstand!“ startet.
Diese Veranstaltung ist FLINTA* only! FLINTA steht für: Frauen*, Lesben, inter, nonbinäre, trans und agender Personen
Das FLINTA*-Brunch wird veranstaltet von der Antifaschistischen Initiative und dem Offenen Antifa-Treffen.
Ein Kommentar zum Diskurs nach dem Anschlag in Mannheim und den Exif-Recherchen, dass der Täter Mitglied einer Nazi-Gruppe war
Ein Kommentar der Seebrücke Heidelberg und der Antifaschistischen Initiative Heidelberg zum Diskurs nach dem Anschlag in Mannheim und den Exif-Recherchen, die offenlegen, dass der Täter Mitglied einer Nazigruppe war
Am Montag, den 3. März 2025, verübte in Mannheim ein Mann einen Anschlag, indem er in eine Menschenmenge fuhr. Er ermordete damit zwei Menschen und verletzte zehn Menschen, fünf davon schwer. Unsere Gedanken sind bei all denen, die von ihm ermordet oder verletzt wurden und deren Angehörigen sowie bei all denen, die die Tat mit ansehen mussten. Wir sind entsetzt über den Anschlag und wünschen allen Verletzten und Traumatisierten gute Heilung.
Entsetzt sind wir auch über die rassistische Hetze, die kurz nach der Tat in diversen sozialen Medien ausbrach. Wir sind darüber entsetzt, aber nicht überrascht, da wir diese Hetze schon von den Anschlägen in Solingen, Magdeburg, Aschaffenburg und München kennen. Dort haben Täter aus Saudi-Arabien, Afghanistan und Syrien auf schrecklichste Weise Menschen ermordet. Nach all diesen Anschlägen waren in der öffentlichen Debatte schnell Rassist*innen und Nazis die Lautesten. Statt um Anteilnahme und Mitgefühl für die Ermordeten, Verletzten, Traumatisierten und deren Angehörige, ging es schnell um Begrenzung von Migration. Dabei gibt es Täter*innen in jedem Land und das Land, in dem eine Person zufällig geboren wurde, sagt nichts darüber aus, wie wahrscheinlich eine Person gewalttätig wird. Weiterlesen

