
Wie immer am ersten Freitag im Monat ist auch am 1. Mai 2026 Antifa Siempre! – der offene Infoabend der AIHD. Nach der Rückkehr von der 1.-Mai-Demo in Mannheim lassen wir den Tag gemeinsam im Café Gegendruck ausklingen: Passend zum Datum gibt es einen Input zum Berliner Blutmai 1929. Danach stellen wir einige der kommenden antifaschistischen Termine und Veranstaltungen vor. Im Anschluss ist Raum für Vernetzung, Diskussionen und entspanntes Rumhängen bei einem kühlen Getränk. Beginn ist um 20 Uhr.
Seit der 1. Mai im Jahr 1890 erstmalig als Protest- und Kampftag für die Rechte der Arbeiter*innen begangen wurde, war er immer wieder staatlicher Repression ausgesetzt. 1929 steigerten sich die polizeilichen Angriffe zu einem Blutbad, als der sozialdemokratische Polizeipräsident Karl Zörgiebel alle Demonstrationen am 1. Mai verboten hatte. Die KPD rief dennoch zu Protestzügen auf und die Arbeiter*innen nahmen sich die Straße. Am Nachmittag des 1. Mai setzte die Polizei nicht nur Knüppel, sondern auch zunehmend Schusswaffen ein, griff wahllos nicht nur Demonstrierende, sondern auch Passant*innen an und erschoss sogar mehrere Anwohner*innen in ihren Wohnungen. Die staatlichen Gewaltexzesse dauerten noch zwei Tage an. Dutzende Arbeiter*innen wurden von den enthemmten Einsatzkräften ermordet. Trotz anhaltender Empörung gab es staatlicherseits keine Untersuchung der Vorfälle – stattdessen aber eine neue Repressionswelle gegen die kommunistische Bewegung.
Bei unserem Input wollen wir einen Blick auf das mehrtägige polizeiliche Massaker werfen, das als Berliner Blutmai in die Geschichte einging.

